Der Beitrag nimmt Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit wie die Erschütterung der Lieferketten durch die Covid-19-Pandemie und die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Energiepreisschocks zum Anlass, die Krisenfestigkeit des Kartellrechts zu hinterfragen. Er entwickelt dafür einen Abwägungsrahmen, der „Ad-hoc-Krisen“ als strukturelle Abweichungen von den Zielvorstellungen des Wettbewerbskonzepts konzeptualisiert. Anhand exemplarischer Entscheidungspraxis wird die Anwendbarkeit und Leistungsfähigkeit der zentralen kartellrechtlichen Instrumente in Krisensituationen analysiert, um den Raum für potenziellen Anpassungsbedarf auszuloten. […]